Die České dráhy weitet ihre Tests mit biogenen Kraftstoffen aus: Drei RegioFox-Dieseltriebzüge aus dem Depot Rakovník fahren künftig mit vollständig biogenem HVO auf Strecken in Mittelböhmen. Nach einem 20-Prozent-HVO-Versuch seit April 2025 geht das Unternehmen damit einen weiteren Schritt zur Reduktion lokaler Emissionen auf nicht elektrifizierten Strecken.
Kurzüberblick
Diese Meldung ist vor allem für Bahnreisende relevant, weil sie konkrete Auswirkungen auf Planung, Verbindungen oder Infrastruktur haben kann. Im Fokus stehen Ceskedrahy, Regiofox, Hvo, Biokraftstoff, Alternativekraftstoffe, Mittelboehmen, Schienenverkehr und Dekarbonisierung. Die wichtigsten Punkte sind unten kompakt zusammengefasst.
Wichtigste Punkte
- Drei RegioFox-Triebzüge von PESA Bydgoszcz (Motoren von Rolls-Royce) werden künftig mit reinem HVO-Kraftstoff betrieben.
- HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) kann aus pflanzlichen Ölen, gebrauchten Speiseölen oder Fettabfällen hergestellt werden.
- Je nach Rohstoff sind laut České dráhy THG-Einsparungen von 60–65 % (Pflanzenöl) bis 90–95 % (Altspeiseöle) gegenüber fossilem Diesel möglich.
- Vorangegangen war ein seit April 2025 laufender Test mit 20 % HVO auf den Strecken Rakovník–Beroun und Beroun–Prag.
- Triebzüge und Kraftstoffmischungen wurden zuvor im Eisenbahnversuchszentrum Velim erprobt.
Was das für Reisende bedeutet
Für Reisende lohnt sich ein genauer Blick auf Zeitraum, Strecke und Buchungsbedingungen. Entscheidend ist, ob die Meldung bereits konkrete Fahrplanänderungen auslöst oder zunächst eine politische beziehungsweise strategische Entwicklung beschreibt.
Einordnung
Hintergrund: Große Teile des tschechischen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Laut dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jiří Ješeta werden Verbrennungsmotoren dort voraussichtlich noch mehrere Jahrzehnte benötigt. HVO kann in dafür zugelassenen Motoren pur oder als Beimischung eingesetzt werden und ist chemisch weitgehend mit fossilem Diesel kompatibel. Das Projekt war 2024 gestartet.
Worauf du jetzt achten solltest
- Konkrete Fahrplan- oder Bauhinweise erst prüfen, wenn Reisedaten feststehen.
- Bei internationalen Fahrten Anschlusszeiten großzügiger planen.
- Quelle und Betreiberinformationen beobachten, falls Termine noch vorläufig sind.