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Bahn-News

EVG droht mit Streik im Regionalverkehr: Gesetz zu Angriffen auf Zugpersonal muss bis Jahresende kommen

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG erhöht den Druck auf die Bundesregierung: Wird der angekündigte Gesetzentwurf mit verschärften Strafen für Angriffe auf Bahnangestellte bis Ende 2026 nicht im Bundestag beraten, wollen Betriebsräte bei DB Regio und privaten Regionalbahnen im Januar die Zustimmung zu den Dienstplänen verweigern.

Kurzüberblick

Diese Meldung ist vor allem für Bahnreisende relevant, weil sie konkrete Auswirkungen auf Planung, Verbindungen oder Infrastruktur haben kann. Im Fokus stehen Evg, Bahnstreik, Dbregio, Zugpersonal, Regionalverkehr, Bundestag und Justizministerium. Die wichtigsten Punkte sind unten kompakt zusammengefasst.

Wichtigste Punkte

  • EVG-Chef Martin Burkert fordert Verabschiedung des Gesetzes zu Strafverschärfungen bei Angriffen auf Zugpersonal noch in diesem Jahr – sonst Streik ab Januar.
  • DB-Regio-Gesamtbetriebsrat Ralf Damde kündigt an, die Zustimmung zu Dienstplänen zu verweigern; pro Tag werden laut EVG durchschnittlich acht Zugbegleiter im Dienst attackiert.
  • Hintergrund ist der tödliche Angriff auf einen 36-jährigen Zugbegleiter Anfang Februar in Rheinland-Pfalz; ein damals 26-Jähriger wurde im Juli zu zehn Jahren Haft verurteilt.
  • Im Februar hatte die Bundesregierung angekündigt, Bahnmitarbeiter als besonders gefährdete Berufsgruppe in den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig aufzunehmen – bisher offenbar ohne Ergebnis.
  • Das Justizministerium erklärte, der Entwurf befinde sich in der internen Regierungsabstimmung und solle noch 2026 beraten werden; eine Bestätigung zur Aufnahme von Zugbegleitern blieb aus.

Was das für Reisende bedeutet

Wenn du in den betroffenen Zeitraum reist, solltest du Verbindungen kurz vor Abfahrt erneut prüfen, mehr Umstiegszeit einplanen und flexible Alternativen bereithalten. Besonders internationale Fahrten können durch Anschlussverluste schnell längere Folgeprobleme bekommen.

Einordnung

Ausgangspunkt ist der tödliche Angriff auf einen 36-jährigen DB-Zugbegleiter Anfang Februar in Rheinland-Pfalz nach einer Fahrscheinkontrolle. Der Täter wurde im Juli wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die Bundesregierung hatte daraufhin eine Gesetzesverschärfung in Aussicht gestellt; die EVG sieht diese Ankündigung als nicht eingelöst an und droht nun mit bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Regionalverkehr.

Worauf du jetzt achten solltest

  • Verbindung am Reisetag in der App des Bahnunternehmens prüfen.
  • Bei wichtigen Terminen frühere Verbindung oder Alternativroute wählen.
  • Belege und Verspätungsinformationen für mögliche Erstattung sichern.

Quelle

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