5 Tage Weihnachtsmärkte per Zug — Überblick
Die Route verbindet die bekanntesten Weihnachtsmärkte Deutschlands: Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, München, Dresden und Berlin. Alle Städte sind mit dem Zug verbunden, und im Dezember herrscht auf ICE-Strecken reger Betrieb — Hotels und Tickets mindestens 3–6 Monate im Voraus buchen.
Öffnungszeiten: Die meisten Märkte öffnen Ende November und schließen am 23./24. Dezember. Täglich ca. 10–22 Uhr.
Tag 1 — Nürnberg: Christkindlesmarkt
Anreise nach Nürnberg Hbf: ICE aus allen deutschen Städten, z. B. München (1 Stunde), Frankfurt (1 Std. 10 Min.), Berlin (3 Std. 10 Min.)
Der Nürnberger Christkindlesmarkt (seit 1628) ist der bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands und findet auf dem Hauptmarkt direkt neben der Frauenkirche statt — keine 10 Minuten vom Hauptbahnhof.
Highlights:
- Christkindl-Eröffnung (erste Adventswoche): offizielles Highlight
- Nürnberger Lebkuchen und Glühwein im traditionellen Keramikbecher
- Burg Nürnberg (15 Minuten zu Fuß): abendliche Beleuchtung sehenswert
Übernachtung: Nürnberg
Tag 2 — Rothenburg ob der Tauber
Zug: Nürnberg Hbf → Steinach b. Rothenburg → Rothenburg ob der Tauber
Fahrzeit: ca. 1 Std. 20 Min. (Umstieg in Steinach)
Ticket: Bayern-Ticket (34 €)
Rothenburg ist das pittoreskeste mittelalterliche Stadtbild Deutschlands — vollständig erhaltene Stadtmauer, kopfsteingepflasterte Gassen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ist kleiner, aber atmosphärisch wie kaum ein anderer.
Muss: Schneeballen beim Konditor Diller, Käthe-Wohlfahrt-Weihnachtsdorf (ganzjährig geöffnet).
Nachmittags zurück nach Nürnberg oder weiter nach München.
Tag 3 — München: Christkindlmarkt am Marienplatz
Zug: Nürnberg Hbf → München Hbf
Fahrzeit: ca. 1 Stunde per ICE
Ticket: Sparpreis ab ca. 17 €
München hat über 20 Weihnachtsmärkte. Der klassische am Marienplatz liegt 2 Minuten vom S-Bahn-Ausgang entfernt, ist dicht bevölkert aber ikonisch. Ruhigere Alternativen: Schwabing-Markt oder der historische Markt auf dem Wittelsbacherplatz.
Abend: Hofbräuhaus oder ein der Münchner Wirtshäuser für deftige bayerische Küche im Warmen.
Übernachtung: München
Tag 4 — Dresden: Striezelmarkt
Zug: München Hbf → Dresden Hbf
Fahrzeit: ca. 4 Std. 30 Min. per ICE (Umstieg Leipzig oder Nürnberg)
Ticket: Sparpreis ab ca. 29 €, frühzeitig buchen
Dresdens Striezelmarkt ist Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt (1434). Er findet auf dem Altmarkt statt, 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof oder per Straßenbahn Linie 3.
Highlights:
- Dresdner Stollen — das Original kaufst du hier
- Pyramide: traditionelle sächsische Weihnachtspyramide, 14 Meter hoch
- Frauenkirche und Neumarkt — abends beleuchtet beeindruckend
Übernachtung: Dresden
Tag 5 — Berlin: Weihnachtsmärkte und Heimreise
Zug: Dresden Hbf → Berlin Hauptbahnhof
Fahrzeit: ca. 2 Stunden per ICE
Ticket: Sparpreis ab ca. 17 €
Berlin hat über 80 Weihnachtsmärkte — der eleganteste ist der am Gendarmenmarkt (Eintritt 1–2 €). Günstigere und volkstümlichere Alternativen: Winterwelt am Potsdamer Platz oder der Markt am Charlottenburg-Schloss.
Heimreise nach dem Marktbesuch — Berlin Hbf verbindet stündlich in alle Richtungen.
Kosten im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Zugtickets gesamt (Sparpreis) | ca. 80–120 € |
| Unterkunft 4 Nächte (Mittelklasse, Dezember-Aufschlag) | ca. 400–600 € |
| Glühwein (4–6 € + 3 € Pfand, je Markt 2–4 Becher) | ca. 40–60 € |
| Essen und Marktspezialitäten pro Tag | ca. 30–50 € |
Gesamtschätzung: ca. 600–900 € pro Person. Hotels im Dezember sind 50–80 % teurer als außerhalb der Weihnachtszeit — frühzeitig buchen.