Die Gewerkschaft Verdi bereitet für Anfang 2027 eine neue Entgelttarifrunde mit der BVG vor. Im Zentrum stehen Löhne, Arbeitszeit und weitere Entlastungen; Streiks werden nicht ausgeschlossen.
Kurzüberblick
Diese Meldung ist vor allem für Bahnreisende relevant, weil sie konkrete Auswirkungen auf Planung, Verbindungen oder Infrastruktur haben kann. Im Fokus stehen Bvg, Verdi, Nahverkehr, Berlin, Tarifverhandlungen, Arbeitskampf und Oepnv. Die wichtigsten Punkte sind unten kompakt zusammengefasst.
Wichtigste Punkte
- Die neuen BVG-Tarifverhandlungen sollen Anfang 2027 beginnen.
- Verdi wird die Beschäftigten bis zum 4. Dezember 2026 zu ihren Forderungen befragen.
- Im Mittelpunkt stehen Entgelte, Arbeitszeit, Schichtlängen, geteilte Dienste und Zuschläge.
- Die Gewerkschaft schließt Arbeitskämpfe nicht aus, will aber zunächst eine Einigung erreichen.
- Mehr Baustellen und steigende Verspätungen erhöhen laut Verdi auch die psychische Belastung der Beschäftigten.
Was das für Reisende bedeutet
Wenn du in den betroffenen Zeitraum reist, solltest du Verbindungen kurz vor Abfahrt erneut prüfen, mehr Umstiegszeit einplanen und flexible Alternativen bereithalten. Besonders internationale Fahrten können durch Anschlussverluste schnell längere Folgeprobleme bekommen.
Einordnung
Verdi hat Teile des geltenden Nahverkehrstarifvertrags gekündigt und bereitet die nächste Entgelttarifrunde vor. Bis Mitte Dezember 2026 soll die Gewerkschaft eine Forderungsliste an den Kommunalen Arbeitgeberverband übergeben. Im bereits vereinbarten Manteltarifvertrag wurde die Wendezeit ab 2027 auf durchschnittlich sechs Minuten erhöht; über weitere Verbesserungen soll eine Kommission entscheiden. Bei mehr als 16.500 BVG-Beschäftigten, wiederholten Warnstreiken in der jüngsten Tarifrunde und finanziellen Herausforderungen des Landesunternehmens zeichnet sich die Verhandlungsrunde als konfliktträchtig ab.
Worauf du jetzt achten solltest
- Verbindung am Reisetag in der App des Bahnunternehmens prüfen.
- Bei wichtigen Terminen frühere Verbindung oder Alternativroute wählen.
- Belege und Verspätungsinformationen für mögliche Erstattung sichern.