Die wichtigsten Eisenbahnmuseen
DB Museum Nürnberg
Lage: 5 Gehminuten vom Nürnberger Hauptbahnhof
Eintritt: 9 € Erwachsene, 5 € ermäßigt
Öffnungszeiten: Di–So, 9–17 Uhr
Zeitbedarf: 2–3 Stunden
Das offizielle Eisenbahnmuseum der Deutschen Bahn zeigt 175 Jahre deutsche Bahngeschichte. Zu sehen sind über 40 Originalfahrzeuge — darunter die Dampflokomotive „Adler” von 1835 und die Königlichen Bayerischen Staatsbahn-Wagen. Für Kinder gibt es den KIBALA-Bereich mit interaktiven Mitmachstationen.
Tipp: Kombi-Museumspass (15 €) gilt auch für die DB-Außenstellen in Koblenz und Halle — ein ganzes Jahr lang gültig.
Sächsisches Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Lage: Historischer Ringlokschuppen in Bochum
Eintritt: 7,50 € Erwachsene, 3,50 € Kinder
Öffnungszeiten: Mi–So, 10–17 Uhr
Zeitbedarf: ca. 2 Stunden
Eines der größten privaten Eisenbahnmuseen Deutschlands mit über 150 Fahrzeugen. Der funktionierende Ringlokschuppen ist das Herzstück — an ausgewählten Tagen gibt es Dampflokfahrten auf dem Museumsgelände. Besonders stark: Industrie- und Güterlokomotiven aus dem Ruhrgebiet.
Verkehrsmuseum Dresden
Lage: Neumarkt, Dresdner Innenstadt (Johanneum)
Eintritt: 10 € Erwachsene, 5 € Kinder
Öffnungszeiten: Di–So, 10–18 Uhr
Zeitbedarf: 2–4 Stunden
Multimodales Verkehrsmuseum mit starkem Eisenbahn-Schwerpunkt. Die sächsische Eisenbahngeschichte und Schmalspurbahnexhibition sind besonders sehenswert. Das historische Gebäude selbst ist ein Hingucker.
Bayerisches Verkehrsmuseum München (Deutsches Museum)
Lage: Nähe S-Bahn Schwanthalerhöhe
Eintritt: 7 € Erwachsene, 3,50 € Kinder
Öffnungszeiten: Täglich 9–17 Uhr
Königlich-Bayerische Lokomotiven, S-Bahn-Geschichte und ausgezeichnete Modellbahnanlage. Besonders empfehlenswert in Kombination mit einem München-Besuch.
Historische Schmalspurbahnen zum Mitfahren
Harzer Schmalspurbahnen
Strecke: Wernigerode → Brocken (1.125 m ü. NN)
Netz: 140 km, täglich in Betrieb
Besonderheit: Einzige Dampfbahn in Deutschland mit Ganzjahresbetrieb zum Brocken
Das größte Schmalspurbahnnetz Deutschlands — und das einzige, das täglich mit echtem Dampf fährt. Die Fahrt auf den Brocken ist im Winter besonders eindrucksvoll: Nebel, Schnee und zischender Dampf.
Sauschwänzlebahn (Schwarzwald)
Lage: Blumberg, Schwarzwald
Saison: Mai–Oktober, Wochenenden
Besonderheit: Kreisförmiger Tunnel, Viadukte
Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts: Die Strecke führt durch einen spiralförmigen Tunnel, damit der Zug genug Höhe gewinnt. Dampfloks ziehen die Waggons durch beeindruckendes Schwarzwälder Gelände.
Molli — Ostseebahn Bad Doberan
Strecke: Bad Doberan → Kühlungsborn (15 km)
Betrieb: Täglich, ganzjährig
Besonderheit: Fährt mitten durch Stadtstraßen
Die Dampflok teilt sich die Straße buchstäblich mit Autos und Fahrrädern. Eine der letzten Dampfbahnen, die durch einen Ortskern rollt — und direkt zum Ostseestrand führt.
Fichtelbergbahn (Erzgebirge)
Strecke: Cranzahl → Kurort Oberwiesenthal (17 km)
Besonderheit: Höchster Schmalspurbahnhof Deutschlands
Betrieb: Täglich mit Dampf
Klimmt auf 897 Meter hinauf. Winterfahrten durch verschneites Erzgebirge sind der Hauptanziehungspunkt — kommerziell und romantisch zugleich.
Praktische Tipps für Museumsbesuche
- Wochentage sind ruhiger; Wochenenden bieten oft Sondervorführungen
- Fotografieren ist in den meisten Museen ohne Blitz erlaubt (Einzelabsprache nötig)
- Barrierefreiheit: Größere Museen (DB Nürnberg, Dresden) sind rollstuhlgerecht
- Führungen auf Deutsch regelmäßig; Englisch oft auf Anfrage
- Internationaler Museumstag (18. Mai): häufig freier oder reduzierter Eintritt
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